Weiter nach Süden: Spanien lockt. Einfach, weil es Spanien ist. Und nur noch 250 Kilometer entfernt. Die Landschaft da runter ist enorm abwechslungsreich. Heranwachsende Kiefern auf dem sandigen Boden, üppig gediehene Kiefern dazwischen und ganze Wälder aus hoch gewachsenen Kiefern mit ihren bestimmt 30 Meter langen, der Äste beraubten Stämmen. Nicht zu vergessen die noch ganz jungen, kuschelig süßen, bestimmt nicht mehr als zwei oder drei Jahre alten – Kiefern. Ach ja, und zur ultimativen Abwechslung gibt es hie und da noch violett strahlendes Heidekraut. Der Jakobsweg führt auch hier lang. Wer da am zweiten Tag nicht zur inneren Einkehr kommt, ist wahrscheinlich für diese Welt verloren.

Bei den Basken

 

Im Ernst: Unten im Baskenland ist es spannender. Da kommt nur noch die Brücken-wimmelnde Autobahn an den ausgedehnten Pyrenäen-Ausläufern vernünftig vorbei. Wer sie nach der dritten Fünf-Euro-Mautstation auf gefühlt 30 Kilometern verflucht und verlässt, kehrt nach fünf Kilometern fluchend zurück. Endlich in Zumaia am Meer gewinnen wir zwei Erkenntnisse: Ja, das ist jetzt offenes, raues Meer. Und es ist mehr Meer als je zuvor. Flut am Abend, nix zu sehen vom Flysch, diesem sensationell aufgefalteten Steinmeer ins Meer. Kurz gerechnet: Am nächsten Vormittag taucht das Flysch wieder in der Flut ab.

Raue Gegend

 

Dann eben Rückzug ins schöne Bordeaux.

Weltkulturerbe

Wer tiefer eintaucht, entdeckt dann leider auch die Pinkelecken. Trifft auf die Schnorrer am Ufer. Erwischt aber auch noch den perfekten Miroir, in dem sich die grandiose Börse der Stadt spiegelt: Eine absichtsvoll angelegte Wasserfläche, durch die auch Barfüßige und Radler gern pflügen. Zum Leidwesen der Fotografen, weil sie die Spiegelung zerstören.

Spieglein, Spieglein auf dem Place de la Bourse

 

Rückkehr in der geografisch logischen, geologisch teuren Diagonale durch Frankreich: Mit jeder weiteren Talbrücke im Massif Central scheinen die Mautkosten ins Exponentielle zu steigen. Dann noch eine große Entdeckung: Chalon sur Saône, ein pulsierendes Städtchen. Und eine mittlere Enttäuschung am nächsten Tag: Welterbestadt Luxemburg, wieder so ein Ort, der sich auf den ersten Blick vor sich selbst versteckt. Mehr Blicke haben wir uns diesmal nicht gegönnt. Meerblicke hat uns der Atlantik wenigstens ein paar Mal gegönnt. A bientôt.

Charmantes Chalôn

 

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Vielleicht ein schöner Wandschmuck?

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Tief im Westen

TEXT BY DR. JOERG HILPERT, JOURNALIST

PHOTOS AND CREATION BY BRITTA HILPERT, PHOTOGRAPHER